Die RSV-Saison in Zahlen
Die zweite Spielzeit des RSV Eintracht Stahnsdorf / Teltow / Kleinmachnow ist vorüber; Zeit sie noch einmal statistisch Revue passieren zu lassen. Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass mit 14 Siegen bei 16 Niederlagen exakt die gleiche Bilanz erreicht wurde wie im Vorjahr, wobei jedoch die Heimbilanz (zehn Siege, fünf Niederlagen) auf Kosten der Auswärtsbilanz um einen Sieg verbessert wurde. Der neunte Platz in der Abschlusstabelle stellt gegenüber Rang Zehn aus der Vorsaison ebenfalls eine Verbesserung dar. Mit fast 82 erzielten Punkten pro Spiel (Vorjahr 81,4 PpS) konnte man zwar den siebentbesten Angriff der Liga vorweisen, allerdings steht der guten Offensivleistung die zweitschlechteste Abwehr der Liga gegenüber. Im Schnitt kassierten die Spieler von Trainer Vladimir Pastushenko 85,9 Punkte, was gegenüber der Vorsaison (82,8 PpS) eine Verschlechterung darstellt. Hauptmanko war hier sicherlich die hohe Quote an Ballverlusten, denn der Schnitt von 17,1 pro Spiel verlorenen Bällen wurde nur noch von Absteiger Nürnberg getoppt.
Während sich der RSV Eintracht bei den meisten anderen Statistiken im Mittelfeld befindet, rangiert er bei den geblockten Würfen an erster Stelle der gesamten Liga. Den Bärenanteil daran hatte 2,09m Hüne Jonathan Clark, der mit 1,2 Blocks pro Spiel sogar bester Shotblocker der gesamten Liga wurde und mit seinen sechs geblockten Würfen gegen Nürnberg auch den Spieltagsbestwert schaffte. Kevin Schaffartzik kann sich ebenfalls darüber freuen in einer Einzelkategorie der beste Spieler der Liga zu sein. Seine sagenhafte Freiwurfquote von 90,4% (66 von 73) wird lediglich von Spielern überboten, welche die eher unrepräsentative Anzahl von unter 20 Freiwurfversuchen hatten. Ganz knapp verpasst hat Michael Jost den Titel des effizientesten Dreipunkteschützen der Liga. Dennoch ist seine Quote jenseits der 6,25m entfernten Dreipunktelinie von 43,4% (23 von 53) sehr beachtlich und wird nur vom Amerikaner Issak Stafford (TSV Breitengüßbach) übertroffen, der 44,3% seiner Dreier versenkte. Drew Lavender schaffte es mit durchschnittlich 19,5 Punkten, 5,1 Assists, 2 Steals und 87% Freiwurfquote gleich in vier Kategorien in die Top Ten der Liga. Dorthin schaffte es auch Tim Modersitzki, dessen Quote von 51 Ballgewinnen gegenüber nur 47 Ballverlusten der achtbeste Ligawert ist. Knapp verpasst hat Kapitän Steve Krajewski die Top Ten der besten Schützen, denn sein Teambestwert in Sachen Feldwurfquote von 62,6% reichte �nur� zum ligaweit elften Rang. Die meisten RSV-Punkte erzielte über die Saison gesehen Stephan Balga (508, Schnitt 16,9 PpS), der daraufhin von der renommierten Internetseite eurobasket.com ins All-Bosman-Team gewählt wurde.
Als besonders positiv ist die Zuschauerentwicklung hervorzuheben. Der neue Heimtermin am Sonntagabend wurde von den Fans gut angenommen, wobei im Schnitt 378 Anhänger gezählt wurden. Gegenüber dem Vorjahr (309 Zuschauer) ist dies eine Steigerung von 22,3%, was ligaweit die größte Steigerungsrate darstellt. Allerdings bleibt der RSV Eintracht damit weiterhin recht deutlich hinter dem Ligaschnitt von 651 Zuschauern pro Spiel. Unterdessen stehen auch die sportlichen Aufsteiger aus den Regionalligen fest. So erwarben der SC Rist Wedel (Nord), die Bayer Giants Leverkusen (West), die Würzburg Baskets (Südost) und der BC Weissenhorn (Südwest) als jeweilige Regionalligameister das Aufstiegsrecht. Die genaue Zusammensetzung der Liga wird aber erst nach Beendigung des Lizenzierungsverfahrens feststehen.
Marcus Boljahn














