Wiederaufbau der Berlin-Potsdamer Stammbahn


Der Streckenabschnitt nach West-Berlin

Im April 1945 wurde die Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal gesprengt und später wurden die Gleise zwischen Griebnitzsee und Düppel als Reparationsleistungen abgebaut. Ab dem 1. Dezember 1945 fuhren daher nur noch Pendelzüge zwischen Düppel und Zehlendorf (teilweise mit Lokomotiven der stromlinienverkleideten Baureihe 03.10).

Ab dem 15. Juni 1948 wurde dann auch dieser Abschnitt elektrisch betrieben, um den erheblichen betrieblichen Aufwand beim Dampfbetrieb zu reduzieren. Die Strecke stellte seinerzeit eine wichtige Verbindung für den vor der Stadtgrenze gelegenen Vorort Kleinmachnow bei der seinerzeit noch häufig genutzten Fahrt nach Berlin dar. Auch nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde der S-Bahn-Pendelbetrieb zwischen Zehlendorf und Düppel weitergeführt, da er noch komplett auf Westberliner Gebiet lag. Für die Bewohner des Vorortes Kleinmachnow war er nun jedoch nicht mehr zugänglich. Sie mussten auf der Fahrt zum Ostteil Berlins den Umweg über den südlichen Berliner Außenring oder über Buslinien bis zum S-Bahnhof Schönefeld nehmen.

Zusätzlich zum Wegbleiben der Kleinmachnower Fahrgäste traf der S-Bahn-Boykott im Westteil Berlins nach dem Mauerbau 1961 diese Strecke. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, die S-Bahn, die auch im Westteil Berlins von der Deutschen Reichsbahn betrieben wurde, nicht mehr zu benutzen. Gleichzeitig wurden Buslinien parallel zu den S-Bahnlinien verstärkt. Die Fahrgastzahlen gingen nun drastisch zurück; in vielen Zügen saß kein einziger Fahrgast mehr. Für den Betrieb waren aber immer noch ein Triebfahrzeugführer und ein Schaffner notwendig.

Als letzten Versuch richtete die Deutsche Reichsbahn am 20. Dezember 1972 zwischen Düppel und Zehlendorf an der Clauertstraße in der Nähe eines neuen Wohngebietes den neuen Haltepunkt Zehlendorf Süd ein. Damit sollte versucht werden, die Fahrgastzahlen wieder zu steigern, was jedoch nicht mehr gelang.

Nach dem Streik der West-Berliner Reichsbahnangestellten im Spätsommer 1980 wurde der S-Bahn-Betrieb am 18. September desselben Jahres auf dem noch verbliebenen Streckenabschnitt ZehlendorfDüppel eingestellt. Die Bahnsteigausstattungen wurden schrittweise abgebaut und anderweitig verwendet. Die baulichen Anlagen verfielen von Jahr zu Jahr mehr.

Quelle: YouTube, (vomDeich) Stillgelegte Stammbahn Berlin: Düppel und Zehlendorf Süd,5. Dezember 2009,

Bürgerinitiative Stammbahn

Die Bürgerinitiative Stammbahn wirbt deshalb für den Wiederaufbau der Berlin-Potsdamer Stammbahn als Regionalbahnstrecke.

Nr. 88 - November 2010

Seit einiger Zeit ist etwas Ruhe eingekehrt in das große Projekt der schienengebundenen Erschließung von Zehlendorf-Düppel und Kleinmachnow.

Nr. 87 - Mai 2010

In eine spannenden Diskussionsveranstaltung der Bundestagfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Anfang Mai unter dem Titel „Wo die Schiene eine glänzende Zukunft hat“ referierten die Unterzeichner den Stand der Dinge.

Nr. 86 - April 2010

In den letzten Monaten ist eine Menge passiert

Nr. 85 - Oktober 2009

Mit der Vor-Studie für eine Nutzen-Kosten- Untersuchung für die S-Bahn-Verlängerung von Zehlendorf nach Dreilinden hat die Diskussion um den Schienenanschluss für Kleinmachnow und Zehlendorf-Düppel wieder an Fahrt gewonnen.

Nr. 83 - Juni 2009

Die Diskussion um die Wiederinbetriebnahme der Stammbahn hat eine neue Stufe erreicht!

Nr. 82 - März 2009

Die schienengebundene Erschließung der Region Teltow/ Kleinmachnow/ Stahnsdorf hat wieder breiteres Interesse gefunden.

Nr. 81 - Januar 2009

Berichte und Einladung

Nr. 80 - Dezember 2008

170 Jahre Stammbahn - Die Ausstellung

Nr. 79 - November 2008

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Nr. 78 - Oktober 2008

Einladung zum StammbahnTisch mit Neuigkeiten

Nr. 77 - September 2008

Forderung einer S-Bahn-Verlängerung von Zehlendorf in Richtung Griebnitzsee

Stellungnahme zur NKU Stammbahn

Auf der Basis der Nutzen-Kosten-Untersuchung zur Stammbahn sowie der Präsentation der Ergebnisse am 21. April 2008 im Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg hat die Bürgerinitiative Stammbahn eine Stellungnahme erarbeitet.

Nr. 76 - Mai 2008

Auf Einladung des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung hatten Kommunen, Institutionen und Interessierte die Möglichkeit, die Darstellungen des beauftragten Planerbüros Intraplan Consult München zur NKU Stammbahn zu verfolgen und Nachfragen zu stellen.

Nr. 74 - März 2008

Die Nachricht vom negativen Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung traf uns aus heiterem Himmel.

Nr. 73 - Februar 2008

Nutzen-Kosten-Untersuchung zum Wiederaufbau der Stammbahn hält an.

Nr. 72 - Januar 2008

Die Bürgerinitiative Stammbahn wünscht ein gutes Jahr 2008, mit der richtigen Weichenstellung für die Stammbahn!

Nr. 71 - Oktober 2007

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde! Das Stammbahnfest liegt ein Vierteljahr hinter uns. Allen die an der Vorbereitung und der Durchführung mitgewirkt haben sei an dieser ...

Nr. 70 - Mai/Juni 2007

"Schubkraft für die Stammbahn" lautete der Titel der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" für einen Bericht über das jüngst vom Europarc Dreilinden vorgestellte Gutachten der ETC Consult zur Wiederinbetriebnahme der Stammbahn.

Nr. 69 - April/Mai 2007

Die Länder Berlin und Brandenburg sind immer noch dabei, "sich abzustimmen"

Nr. 68 - Februar/März 2007

Auf der Regionalkonferenz des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) Ende Februar in Potsdam war die Stammbahn ein Thema ...

Nr. 67 - Januar 2007

Bis die (zweifellos positive) Kosten-Nutzen-Untersuchung für die Stammbahn fertig ist, wird es noch einige Zeit dauern.

Nr. 66a - Dezember 2006

Nach dem Stammbahnfest ist vor dem Stammbahnfest - wie das Programm im kommenden Jahr aussehen soll, ist noch in diesem Jahr zu besprechen: Neue Ideen sind gefragt, Verantwortlichkeiten sind zu verteilen.

Nr. 65 - Oktober/November 2006

"Derzeit sind die Länder Berlin und Brandenburg dabei, für diese Strecke eine Kosten-Nutzen- Untersuchung vorzubereiten. Bei einem Faktor deutlich über 1 - wovon man ausgehen kann - werden weitere Planungen in Angriff genommen." (Deutsche Bahn AG)

Nr. 64b - August 2006

Die Sommerpause ist vorbei – es ist Zeit, Bilanz zu ziehen nach dem diesjährigen, nunmehr 7. Stammbahnfest und zugleich den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz am 2.Juli nicht nur mit Worten zu danken.

Nr. 63 - Juli 2006

Bürgerinnen und Bürger sowie Politiker fordern den Wiederaufbau der Stammbahn

Die Stammbahnpost ist der monatliche Informationsdienst der Bürgerinitiative Stammbahn.

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