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Aujeszkysche Krankheit bei einem Jagdhund im Nachbarkreis Wittenberg nachgewiesen
Am 29.12.2009 wurde bei einem Jagdhund im Landkreis Wittenberg die Aujeszkysche
Krankheit amtlich festgestellt. Der Hund hatte bei einer Gemeinschaftsjagd Aufbruch
von einem Wildschwein gefressen, erkrankte an typischen Symptomen und wurde am
Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal mit positivem Ergebnis auf Aujeszkysche Krankheit (AK) untersucht.
Die AK ist eine anzeigepflichtige, virusbedingte, akute, fieberhafte Tierseuche, die vor allem bei Schweinen (Hauptwirt) vorkommt. Bei anderen Tierarten (Wiederkäuer, Hund, Katze, andere Fleischfresser) verläuft diese Infektion des Zentralnervensystems immer tödlich. Das Virus (Herpesvirus) kann abhängig von der Temperatur längere Zeit in Fleisch, Urin, Mist, Boden überleben.
Der Landkreis Potsdam-Mittelmark und das Land Brandenburg sind langjährig als AK-frei anerkannt. Die Aufrechterhaltung des Status wird durch ständige Untersuchungen von Blutproben im Hausschweine- und Schwarzwildbestand nachgewiesen.
In den vergangenen Jahren wurden durch serologische Untersuchungen bei Wildschweinen immer wieder Antikörper gegen das Aujeszky-Virus nachgewiesen.
Deshalb ist die wirksame seuchenhygienische Abschottung der Hausschweinebestände (insbesondere, wenn Schweinehalter gleichzeitig Jäger sind) auch im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Status AK- freie Region für Deutschland unerlässlich.
Da auch Hunde und Katzen für das AK-Virus empfänglich sind und besonders Jagdhunde einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sollte eine Verfütterung von rohem (Wild)Schweinefleisch unbedingt vermieden und krankheitsverdächtige Tiere dem Tierarzt vorgestellt werden. Außerdem ist für Hunde und Katzen der Zugang zu Schweinebeständen unbedingt zu verhindern.
Infizierte Katzen und Hunde reagieren nach einer Inkubationszeit von 2-9 Tagen mit Wesensveränderungen, Schluckbeschwerden, Lähmungen der Kopfmuskulatur und Tobsuchtsanfällen. Die Tiere leiden außerdem an heftigem Juckreiz.
PM, 6.1.2010




