Deutliche Niederlage in Rostock

(Von Marcus Boljahn)
Die Korbjäger des RSV Eintracht sind nicht gut in das neue Jahr gestartet.
Im Ostderby der 2.Basketball-Bundesliga ProB setzte es bei den Rostock
Seawolves eine deutliche 94:63 (56:27). Vor der tollen Kulisse von 2818
Zuschauern erzielte Youngster Oshane Drews zwar die ersten Punkte,
doch anschließend agierte fast nur noch der Gastgeber.
Ausgerechnet mit der vermeintlich einzigen Schwäche überraschten die Norddeutschen, indem sie
gleich ihre ersten fünf Dreipunkteversuche einnetzten. Bis zu diesem Spieltag waren die Rostocker
noch die Mannschaft mit den wenigsten erfolgreichen Dreipunktewürfen gewesen. Dieser geballten
Ladung an hanseatischem Zielwasser hatten die Brandenburger leider ihrerseits nur wenig dagegen
zu setzen, so dass man bereits frühzeitig in einen zweistelligen Rückstand geriet. Aus dem 30:16
Rückstand nach dem ersten Viertel wurde zur Halbzeit bereits ein nahezu aussichtsloses 56:27
Defizit. Nach dem Seitenwechsel bäumte sich der RSV noch einmal auf und verkürzte in der
25.Minute durch einen 10:0 Lauf auf 56:37. Jedoch war dies leider nur ein kurzes Strohfeuer, denn
fortan übernahmen wieder die Seawolves die Regie und siegten am Ende sehr deutlich mit 94:63.
Zu stark waren die Rostocker an diesem Abend und zu erschwerend waren auch die
Begleitumstände für den RSV, die Michael Wende wie folgt umschreibt: „Es war eine Kombination
aus mehreren Dingen: die Kulisse, ein paar Krankheiten im Vorfeld, das Fehlen von Denis und auch
paar Dinge im Spiel, welche wir nicht beeinflussen konnten. Gegen eine Top-Mannschaft wie
Rostock wird es dann eben sehr schwer.“, erklärt der eigentliche Co-Trainer.
Auch wenn der sportliche Auftakt misslungen ist, so gab es am Ende des Tages doch noch eine
äußerst positive Nachricht zu vermelden, denn Head Coach Denis Toroman darf sich künftig nun
auch Vater nennen, sein Sohn Caen erblickte das Licht der Welt. Auf den stolzen Papa warten nun
ein paar schlaflose Nächte und zugleich viel Arbeit, denn am nächsten Sonntag steht das große
Lokalderby gegen den Tabellenzweiten SSV LOK Bernau auf dem Programm und der RSV
benötigt im Kampf und den Klassenerhalt jeden Punkt.
RSV: Holton 14, Smith 12, Decker 10, Stahl 7, Kirchner 6, Kamber 5, Drews 4, Craven 3, Levron
2, Hildebrandt, Ogette, Wagner