Dino-Duell ist nächstes Endspiel im Abstiegskampf

(Von Marcus Boljahn)
Noch drei Spiele verbleiben in der regulären Saison der 2.Basketball-
Bundesliga ProB. Derzeit rangieren die Korbjäger des RSV Eintracht
1949, welche als einzige alle zehn Jahre seit Gründung dieser Liga dabei
waren, mit einer Bilanz von sechs Siegen gegenüber 13 Niederlagen nur
auf dem vorletzten Rang und somit auf einem Abstiegsplatz in die 1.Regionalliga Nord. Für genau
ein Jahr mussten die Herzöge Wolfenbüttel nach dem Abstieg in diese Liga zurück, ehe die
Niedersachsen nach dem direkten Wiederaufstieg durch die Kooperation mit dem BBL-Team
Basketball Löwen Braunschweig konzeptionell neu aufgestellt und verstärkt zurückkamen.

Mit Sieg wäre man an Wolfenbüttel vorbei
Die Spielplan will es, dass die beiden Ligadinos nun am Samstag um 18 Uhr in der Wolfenbütteler
Lindenhalle aufeinandertreffen, wobei die Herzöge zur Zeit gleichzeitig auch der direkteste
Konkurrent der Brandenburger um den Ligaverbleib sind. Lediglich einen Sieg mehr kann
Wolfenbüttel derzeit aufweisen, wobei sich die Niedersachsen aber wiederum bei nur einem Sieg
Rückstand auf Rostock und Wedel selbst noch Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme machen. Für
den RSV sind diese rechnerisch zwar noch möglichen Dinge jedoch nur noch von theoretischer
Natur, denn man schaut nur von Spiel zu Spiel, um Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Das
Hinspiel in Kleinmachnow konnte das Team von Trainer Thomas Roijakkers mit 77:70 siegreich
gestalten, so dass man im Falle eines erneuten Erfolges aufgrund des direkten Duells an den
Herzögen sogar vorbeiziehen könnte.

Brisantes Duell
Mit dieser Aussicht und Motivation wird der RSV Eintracht dann auch in dieses traditionell heiß
umkämpfte Match gehen, welches aufgrund der aktuellen Konstellation noch zusätzliche Brisanz
erfährt. Zudem gehen beide Vereine mit ordentlich Selbstbewusstsein in diese Partie, denn während
der RSV im Ostderby Rostock mit 91:83 bezwang, obsiegte Wolfenbüttel etwas überraschend gegen
den Tabellendritten aus Iserlohn mit 69:68. Neben Spielertrainer Demetrius Ward (19,6 Punkte pro
Spiel) und dem zweiten US-Boy Khalil Kelley (im Schnitt ein Double Double mit 18,7 Punkten und
10,4 Rebounds pro Spiel sind es vor allem die BBL-Doppellizenzspieler Luis Figge (10,3 PpS),
Tom Alte (9,3 PpS) Constantin Ebert (8,3 PpS) und Lars Lagerpusch (6,2 PpS), die zu den
Leistungsträgern gehören. Dazu kommen noch Jörn Wessels (7,4 PpS), der ehemalige RSV-Spieler
Yassin Mahfouz (5,6 PpS) sowie der unlängst noch einmal zurück gekehrte Henje Knopke (10
PpS), die ebenfalls Korbgefahr ausstrahlen.