Heimsieg vor Rekordkulisse zur Meisterschaftsfeier

(Von Marcus Boljahn)

Zum großen Saisonfinale des bereits feststehenden Regionalliga-Meisters RSV Eintracht gegen die
TSG Bergedorf aus Hamburg kam die Saisonrekordkulisse von 450 Zuschauern in der Sporthalle
der Berlin Brandenburg International School auf den Kleinmachnower Seeberg. Sportlich ging es
für beide Teams zwar um nicht mehr viel, jedoch wollten sich beide Teams natürlich mit einem
Erfolgserlebnis würdig in die Sommerpause verabschieden. Insbesondere der RSV wollte sich als
frisch gebackener Champion der 1.Regionalliga Nord natürlich noch einmal von seiner besten Seite
zeigen, um den Meisterpokal auch mit einem Erfolgserlebnis in Empfang nehmen zu können.
Coach Denis Toroman musste dabei auf die Dienste von Karolis Babkauskas und Petar Zivkovic
verzichten, die ja beide nach schweren Knieverletzungen zur Eintracht gekommen, aber natürlich
trotzdem in zivil dabei waren. Thabo Paul konnte den Feierlichkeiten am letzten Spieltag aus privaten
Gründen nicht beiwohnen. Auf der Gegenseite fehlte den Bergedorfern ihr Topscorer Steffen
Kiese. Somit ergaben sich auf beiden Seiten mehr Einsatzzeiten für die Youngster, wobei Jordan
Müller und Joshua Bothe sogar in die Startformation rutschten. Nach einem nahezu ausgeglichenem
ersten Viertel (24:26), wo beide Clubs hohe Wurfquoten hinlegten, konnte sich der RSV angeführt
von Kapitän Sebastian Fülle im zweiten Viertel dann allmählich etwas absetzen. Wie so oft in dieser
Saison war es die gute Defensivarbeit, welche Schlüssel zum 21:11 Viertelergebnis und damit zur
45:37 Halbzeitführung war.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hanseaten, allen voran Markus Timm (20 Punkte), warum sie
in einer umkämpften Liga den Klassenerhalt zurecht geschafft hatten. Immer wieder antworteten sie
auf kleine Läufe des RSV und verkürzten zweimal auf 2 Punkte und knapp sechs Minuten vor dem
Ende durch zwei Timm-Dreier auch noch einmal auf nur 3 Punkte Rückstand (72:69). Doch die
Brandenburger waren an diesem Tag gewillt ihrem Heimpublikum einen Sieg zu schenken. Insbesondere Kapitän Sebastian Fülle zeigte hier noch einmal eindrucksvoll, warum er für diese
Mannschaft so wichtig war. Vier weitere Dreipunktewürfe ließen seine Punkteausbeute auf insgesamt
32 Zähler hochschnellen, wobei es am Ende insgesamt zehn Dreier waren. Das i-Tüpfelchen
setzte er mit einem Millimetergenauen Pass auf Akim-Jamal Jonah, der den Ball per Alley-Oop unter
dem Jubel der Zuschauer knapp 90 Sekunden vor dem Ende krachend durch die Reuse zum
88:71 dunkte. Letztlich durfte mit 91:75 der zwölfte Sieg in Serie und die anschließende Meisterpokalübergabe an Sebastian Fülle durch Jochen-Christian Werner (EMB) und Ingo Ruppert (MBS) bejubelt werden.

RSV: Fülle 32, Dogan 17, Müller 11, Goncalo 10, Hildebrandt 6, Pölking 6, Jonah 4, Bothe 2,
Spires 2, Stenyushyn 1, Stölzel