RSV Eintracht reist nach Wolmirstedt und Bernau



Nach Turniersieg folgen Härteteste bei Aufstiegs- und Ligafavorit


Es sind noch etwas mehr als drei Wochen, dann starten die Korbjäger des RSV Eintracht mit dem Heimspiel am 22.9. gegen den letztjährigen Vizemeister WWU Baskets Münster offiziell in die BARMER 2.Basketball Bundesliga ProB. Unterdessen läuft das Vorbereitungsprogramm der Mannschaft von Trainer Kai Buchmann natürlich auf Hochtouren. Nach dem knappen 58:59 bei den Red Dragons Königs Wusterhausen gestalteten die Brandenburger das Turnier am letzten Wochenende in Ibbenbüren, wo man ebenfalls auf Gegner aus der 1.Regionalliga traf, schon deutlich souveräner.
Die ca. 500 km Anreise ins Tecklenburger Land waren den RSV-Schützlingen im Auftaktspiel gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten TSV Neustadt temps Shooters aber kaum anzumerken. Vergleichsweise schnell konnte sich die Eintracht hier absetzen und den Vorsprung kontinuierlich bis zum 104:66 (52:37) Endstand ausbauen, wobei Joshua Bothe mit 16 Punkten Topscorer wurde. Im Finale traf man dann auf die MTB Baskets Hannover, die sich zuvor gegen den Gastgeber durchgesetzt hatten. Auch hier konnte man bis zur Halbzeit bereits auf 46:29 enteilen, nach dem Seitenwechsel den Vorsprung diesmal jedoch nur noch geringfügig auf den 85:64 Endstand ausbauen. Beste Werfer waren diesmal die beiden Neuzugänge Mubarak Salami und Pharroh Gordon, die jeweils für 17 Zähler gut waren. „Insgesamt haben wir in beiden Spielen relativ klar gewonnen. Wir haben den Ball gut bewegt und dadurch viele Assists gespielt. Ebenso positiv zu erwähnen ist, dass wir viele Ballverluste erzwingen konnten. Die Dreierquote ist indes noch ausbaufähig. Ebenso müssen wir noch eine bessere Balance zwischen Fern- und Nahdistanzwürfen finden. Generell kann man sagen, dass wir gelernt haben, was schon geht und was noch nicht geht. In den nächsten Spielen werden nun Gegner kommen, die uns voraussichtlich noch mehr fordern werden.„, bilanziert Coach Buchmann und blickt zugleich auf das nun kommende Programm voraus. Den Anfang macht am Sonntag um 15 Uhr das Match bei den SBB Baskets Wolmirstedt. Die Sachsen-Anhaltiner lieferten dem RSV letzte Saison lange Zeit einen erbitterten Kampf um den ProB-Aufstieg. Selbigen haben die Wolmirstedter nun nach diversen Neuverpflichtungen von Spielern aus höherklassigen Ligen fest im Visier. Zu den Ligafavoriten zählt seit Bestehen der Kooperation mit Alba Berlin auch der SSV LOK Bernau, auf den der RSV dann bereits zwei Tage später am Dienstag um 19 Uhr treffen wird. Mit zum offiziellen Kader wird dann auch Ben Post gehören. Der jüngst 19 Jahre alt gewordene Flügelspieler gehörte im letzten Jahr zum so erfolgreichen NBBL-Team, welches erst im Halbfinale gestoppt werden konnte. Mit einem Saisonschnitt von 9,5 Punkten pro Spiel gehörte er zu den korbgefährlichsten Spielern, wobei er vor allem in den Playoffs auf sich aufmerksam machte. Im Viertelfinale gegen Frankfurt war er in beiden Partien mit 19 bzw. 33 Punkten überragend und auch das Halbfinalaus gegen Breitengüßbach lag nicht an seinen 22 Zählern.


Marcus Boljahn