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Wasserbetriebe für Wiedervernässung

 

Bei ihrem Besuch des Klärwerks Stahnsdorf nahm die Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm mit Freude zur Kenntnis, dass auch die Berliner Wasserbetriebe Interesse an der Wiedervernässung der Stahnsdorfer Rieselfelder haben.

"Das Unternehmen handelt sehr weitsichtig, wenn es dafür offen ist, die Rieselfelder um Stahnsdorf wieder zu vernässen. Denn ein stabiler Wasserhaushalt in und um Stahnsdorf begünstigt langfristig auch die Arbeit der Berliner Wasserbetriebe. Diese können zwar heute noch auf gesicherte Grundwasservorräte zurückgreifen, doch da die Grundwasserneubildung auf Grund der klimatischen Veränderungen in Folge der globalen Erwärmung mit dem Verbrauch an Trinkwasser nicht Schritt hält, wird es immer wichtiger, das Wasser in der Landschaft zu halten. Durch die Wiedervernässung der ehemaligen Rieselfelder entstehen zudem Natur- und Erholungsgebiete mit einer überraschend hohen ökologischen Qualität. Die Wiedervernässung ist damit ein echter Gewinn für die Region." so Behm.

An anderen Orten Brandenburgs ist die Vernässung der Rieselfelder be-reits im Praxistest: In Hobrechtsfelde, Karolinenhöhe und Waßmannsdorf werden zur Zeit etwa 14 Mio. m3 Klarwasser - das sind 6% der Gesamtmenge - nach der Vorreinigung im Klärwerk nicht in die Flüsse eingeleitet sondern auf Rieselfelder der Landschaft zugeführt. "Auch für die Rieselfelder rund um Stahnsdorf wäre das eine hervorragende Perspektive. Es müssen ja nicht Nahrungspflanzen sein, die auf den Rieselfeldern angebaut werden. Der Bedarf an Flächen für nachwachsende Rohstoffe ist riesengroß. Hier könnte man mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen."

1.9.2009

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